Das Hollywood Media Hotel

Das Hollywood Media Hotel

Das Filmhotel am Ku’Damm – prominente Unterstützung für unsere Kampagne

Eröffnet wurde das Hollywood Media Hotel 1999. Berlins bekannter Filmproduzent Artur Brauner hatte die Vision, mit dem Hotel einen Ort der Begegnung und Inspiration für Filmliebhaber/-innen und Cineasten entstehen zu lassen. Das Hotel ist eine Hommage an den Film. Die 217 Zimmer & Suiten sind nach Filmstars oder Filmklassikern benannt, natürlich mit besonderen Bezügen zu Berlin. Neben den gelungenen Zimmern oder Zimmerbereichen bietet das Hollywood Media Hotel zehn Konferenzräume. Das Herzstück des Hauses und der USP ist das hauseigene Kino.


Gutes Personal für langjährige Stammgäste

Nur wer seine Gäste und ihre Vorlieben kennt, kann einen richtig guten Service bieten. Das Filmhotel beschäftigt viele seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seit vielen Jahren. Der Anteil Frauen / Männer in den Führungspositionen ist das beste Beispiel. Insgesamt gibt es im Hollywood Media Hotel 14 Führungspositionen: Direktion, HR, Sales, Marketing, E-Commerce, Revenue, Housekeeping, Technik, Reservierung, Rezeption, Küche, Buchhaltung, Group Reservation und Convention. Das Verhältnis von Frauen und Männern in der Führungsebene liegt bei 8:6.


Thorsten Wache, Sales Manager, hat die Charta für das Hotel unterschrieben, wir haben ihn zum Thema Gleichstellung in der Hotelbranche befragt:

Warum ist das Thema Gleichstellung für das Hotelgewerbe wichtig?

Gleichstellung im Hotelgewerbe ist ein sehr interessantes und wichtiges Thema. Mit der Gleichstellung wird verdeutlicht, wie sehr die Hotellerie an den „alten“ Betriebsstrukturen festhält. Es ist deutlich zu sehen, dass der Einzug der Gleichstellung für Frauen auf gehobener Managementebene, sprich General Management oder Board Member, noch nicht die Akzeptanz gefunden hat, welche sie verdient hat. Der Anteil Frauen im Direktionsbereich der Hotellerie ist bis heute sehr gering. Das liegt zu meist daran, dass das Verständnis für flexible Arbeitszeitenmodelle, Teilzeit und Elternzeit von alten Schemen bewertet wird. Es fehlt zu weilen an Akzeptanz, Offenheit gegenüber Neuerungen in der Betriebskultur und nötigem Respekt für die Wichtigkeit der jeweiligen Hoteltätigkeiten. Nehmen wir nur das Beispiel: Der Mann möchte in Teilzeit arbeiten oder in Elternzeit gehen. Vielen männlichen Kollegen wird, auch heute noch, suggeriert, dass das Arbeiten in Teilzeit oder die Elternzeit eine „Schwäche“ für den Mann darstellt. Zudem wird die Work-Life-Balance lediglich als „Muss“ angeboten, jedoch sehr häufig nicht gelebt. Der kläglich diskutierte Fachkräftemangel ist in der Hotellerie ein selbstproduziertes Problem. Finanzielle Gleichstellung, konkurrenzfähige Gehälter, Weiterbildungsmöglichkeiten – die auch wirklich einen Karrierefortschritt (Beförderungen) mit sich bringen, sind rar gesät. Die Hotellerie muss definitiv einen Strukturwandel durchlaufen, sie muss die alten Betriebsstrukturen von Grund auf neu definieren und endlich die leistungsbezogene Gleichstellung in den Vordergrund stellen.


Welche konkreten Ziele möchte Ihr Haus noch erreichen?

Das Hollywood Media Hotel möchte als gutes Beispiel vorangehen und zeigen, dass Gleichstellung im Betrieb funktioniert. Wir möchten erreichen, dass mehr Akzeptanz für Gendergleichstellung und leistungsbezogene Bewertungen geschaffen wird. Aus diesem Grund wurde schon vor einigen Jahren durch z.B. Lohngleichstellung und vermehrte Förderung von Frauen in Positionen mit und ohne Führungsverantwortung investiert. Wir wünschen uns für die Zukunft ein ausgewogenes Verhältnis von Gleichstellung im Unternehmen. Jeder unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird nach der erbrachten Leistung und seinem Können bewertet und da spielt es keine Rolle, ob es eine Frau oder ein Mann ist. Wir möchten die alten Schemen grundlegend ändern und ein zukunftsorientiertes System schaffen, in dem sich jeder willkommen fühlt und das sich die Hotellerie zum Vorbild nehmen kann.


Ist dafür auch ein Wandel der Unternehmenskultur erforderlich?

Ja, definitiv. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Kolleginnen und Kollegen der Hotellerie müssen sensibilisiert werden. Man muss sie mit Initiativen wie zum Beispiel „Gleichstellung gewinnt“ wachrütteln und ihnen die Vorteile eben dieser Bewegung aufzeigen.Die Unternehmen müssen authentische und gelebte Akzeptanz für die leistungsgerechte Gleichstellung in Betrieben etablieren. Sie muss leistungsgerechte Entlohnung und Gleichstellung von Frauen und Männern mit und ohne Führungsverantwortung als selbstverständlich ansehen und neu definieren. Gleichstellung gewinnt. Kulturwandel in Unternehmen

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