Vivantes

Die Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH


In der Gesundheits- und Krankenpflege arbeiten mehr Frauen als Männer. Vivantes gehört mit rund 16.000 Beschäftigten zu den wichtigsten Arbeitgebern. Impulse, die der Konzern für die Gleichstellung von Frauen und Männern setzt, haben Signalwirkung weit in die Gesundheitswirtschaft hinein.


Vivantes in Zahlen

Das Unternehmen ist Deutschlands größter kommunaler Klinikkonzern mit neun Krankenhäusern, 13 Pflegeheimen, zahlreichen weiteren Einrichtungen und Tochtergesellschaften für Catering, Reinigung und Wäsche. 2017 waren 72 % der Belegschaft weiblich. In Berlin werden insgesamt ein Drittel aller stationären Patientinnen und Patienten durch Vivantes versorgt. 

Der Konzern ist im Rahmen des audit berufundfamilie zertifiziert und setzt verschiedene personalpolitische Maßnahmen um. Dazu gehört auch, dass die Eltern während der Elternzeit in Kontakt mit Vivantes bleiben können. Pflegende Angehörige werden unter anderem dadurch unterstützt, dass sie beim unternehmenseigenen Institut für Fort- und Weiterbildung an kostenlosen Schulungen zu Fragen der Vereinbarkeit von Beruf und Pflege von Angehörigen und zum rückengerechten Patiententransfer teilnehmen können.


Botschafterin Dr. Andrea Grebe setzt klare Ziele
für Frauen in Führung
 

Vorsitzende der Geschäftsführung ist Dr. Andrea Grebe, das Personalmanagement verantwortet Corinna Jendges, in der Geschäftsführung sind also zwei von drei Positionen durch Frauen besetzt. Unter den Chefarztposten liegt der Frauenanteil bei nur 13,8 %, in den Pflegedirektionen bei 33,3 %. 

Dr. Andrea Grebe hat klare Ziele für Frauen in Führung gesetzt: Bis 2022 sollen 25 % der Chefarztpositionen mit Frauen besetzt sein. Um das zu erreichen, gibt es unter anderem ein Mentoring-Programm, das im Mai 2018 gestartet ist. Es unterstützt junge Ärztinnen dabei, sich zu vernetzen und von erfahrenen Chefärztinnen für die eigene Karriereplanung zu lernen. 

Mit ihrem Statement als Botschafterin unserer Kampagne stellt Frau Dr. Grebe aber auch klar, dass noch mehr zu tun ist: 

„Wir sind stolz darauf, in unserem Unternehmen bereits viele Frauen in Führungspositionen zu haben und wollen die Zahl weiter erhöhen. Gleichstellung geht aber darüber hinaus: Von Chancengleichheit oder flexiblen Arbeitszeiten profitieren alle Beschäftigten.“


Stabile Kinderbetreuung – ein Muss für anspruchsvolle Schichtarbeit in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen

Für Frau Dr. Grebe liegt auf der Hand, dass die Vereinbarkeit von Familien- und Erwerbsleben mit einer zuverlässigen Kinderbetreuung steht und fällt. Natürlich haben Familien immer auch einen Plan B und C in petto. Vivantes bietet ihnen Optionen für den Fall, dass auch diese nicht funktionieren. Dr. Andrea Grebe ist Botschafterin unserer Kampagne und Unterzeichnerin der Charta „Gleichstellung gewinnt – für eine neue Unternehmenskultur in Berlin“ Gleichstellung gewinnt. Kulturwandel in Unternehmen Ein Baustein sind Belegplätze in Kinderbetreuungseinrichtungen mit langen Öffnungszeiten in der Nähe der Standorte. Vivantes ist darum bemüht, dieses Angebot noch auszuweiten. Ein weiterer Baustein ist „KidsMobil“: Wenn die Regelbetreuung ausfällt oder eine Kollegin für einen Kollegen einspringen muss, können Eltern diese Notfallbetreuung nutzen. Vivantes hat dafür ein Stundenkontingent bei einem Anbieter erworben, der Kinder im Alter von vier Monaten bis zwölf Jahren in der Regel zuhause betreut. Die Kosten trägt Vivantes. Die Familien lernen die Erzieherinnen und Erzieher vorher kennen, wenn sie das Angebot in Zukunft nutzen möchten. Beschäftigte der Zentrale können außerdem ein kindgerechtes Elternbüro nutzen und im Intranet auf den Belegungsplan zugreifen. Und es gibt noch einen weiteren Baustein: Der Konzern unterstützt Kinderferienreisen und kooperiert dafür mit den Sportjugendreisen und der Sportjugend Berlin.


Arbeitszeiten flexibler an Lebensphasen anpassen – wichtiges Ziel auch bei Vivantes

Im Jahr 2017 haben 28 % der Ärztinnen in Teilzeit gearbeitet. Das ist ein wichtiger Schritt für eine bessere Vereinbarkeit von Familien- und Karriereplanung. Die Doppelspitze schafft, neben der Entlastung durch die geteilte Verantwortung, auch in Führungspositionen Spielraum für flexiblere Arbeitszeiten. Ein Erfolgsteam aus zwei Chefärztinnen hat sich z. B. schon im Brustkrebszentrum des Urban-Krankenhauses bewährt, und auch in der Urologie arbeiten zwei Chefärzte als Doppelspitze.


Frauen vernetzen und ihre Anliegen sichtbar machen

Dr. Andrea Grebe weiß aus ihrer reichen Erfahrung innerhalb des Konzerns, aber auch in zahlreichen
Gremien und Netzwerken darüber hinaus, dass Gleichstellung nur gewinnt, wenn Frauen mit ihren Anliegen sichtbar sind und ihre Anliegen immer wieder neu sichtbar machen – wie sie selbst. Im besten Fall entwickelt sich daraus ein produktiver Austausch zwischen Frauen und Männern und das Thema Kulturwandel im Unternehmen zu einem gemeinsamen Anliegen, von dem Frauen und Männer mit ihren Wünschen an Beruf und Familie profitieren können.

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