Die Idee

Senatorin Kalayci mit dem Statement: Mehr Frauen im Betrieb und gemischte Teams zahlen sich aus: höhere Motivation, langfristige Betriebsbindung, größerer wirtschaftlicher Erfolg. Dilek Kalayci, Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung

Die Idee

Die Berliner Wirtschaft braucht einen Kulturwandel, der die Bedeutung von Gleichstellung unterstreicht. Denn gleichberechtigte Teilhabe ist nicht nur ein Grundrecht der Frauen in unserer Gesellschaft, sondern auch unabdingbar für den Unternehmenserfolg. Daraus ergibt sich der Titel unserer Kampagne: Gleichstellung gewinnt. Die Kampagne wurde im Frühjahr 2018 von Gleichstellungssenatorin Dilek Kalayci zusammen mit Dr. Beatrice Kramm, Präsidentin der Industrie- und Handelskammer Berlin (IHK Berlin), und Stephan Schwarz, damaliger Präsident der Handwerkskammer Berlin (HWK Berlin), ins Leben gerufen. Jedes Jahr dreht sich um ein neues Handlungsfeld, das für eine Unternehmenskultur der Gleichstellung wichtig ist. Unsere Themen, einschlägige Informationen, Tipps und Impulse durch Berliner Unternehmen finden Sie hier. Herzstück der Kampagne ist die Charta „Gleichstellung gewinnt – für eine neue Unternehmenskultur in Berlin“, die Senatorin Dilek Kalayci in Zusammenarbeit mit der IHK Berlin und der HWK Berlin entwickelt hat. Schließen Sie sich an, unterzeichnen Sie die Charta!

Die Kampagne auf einen Blick

Hier bekommen Sie einen schnellen Überblick über die Themen und Aktionen unserer Kampagne.

Drei Jahre, drei Themen

Im April 2018 sind wir mit dem Thema flexible Arbeitszeiten gestartet. Ob die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gelingt, ist immer auch eine Frage der Zeit. Problematisch wird es, wenn Frauen – und das betrifft nach wie vor eher Frauen als Männer – über einen längeren Zeitraum oder sogar ihr gesamtes Erwerbsleben lang halbtags arbeiten, um Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen. Sie verzichten damit auf ein eigenes existenzsicherndes Einkommen und nehmen eine geringe Altersrente in Kauf. Wollen Beschäftigte möglichst Vollzeit arbeiten und trotzdem genug Zeit für die Familie haben, sind gute Lösungen in Sachen Arbeitszeit gefragt.

Wie kommt dabei die Unternehmenskultur ins Spiel? Die Vereinbarkeit der Arbeitszeiten mit dem Familienleben ist gerade in kleinen Unternehmen immer auch eine Frage der Unternehmenskultur: Können Beschäftigte ihre Zeitwünsche offen artikulieren? Sind Vorgesetzte dazu bereit, neue Modelle auszuprobieren, obwohl das erstmal zusätzlichen Aufwand schafft? Gibt das Unternehmen Spielräume für individuelle Lösungen, wenn das Standardmodell für manche einfach nicht passt? Was auch kleine Unternehmen tun können, um die Zeitkonflikte ihrer Beschäftigten zu entschärfen, war deshalb Schwerpunkt unseres ersten Kampagnenjahres.

Im Jahr 2019 hat sich die Kampagne mit der Entgeltgleichheit von Frauen und Männern beschäftigt. Frauen haben ein Recht auf gleiche Bezahlung für gleichwertige Leistung. Die Sozialen Berufe sind ein gutes Beispiel dafür, dass typische Frauenberufe in unserer Gesellschaft häufig schlechter entlohnt werden, weil sie ganz zu Unrecht weniger Wertschätzung erfahren als viele typische Männerberufe. Es gibt aber auch direkte und indirekte Lohndiskriminierungen, die durch Regelungen oder Entscheidungsprozesse im Unternehmen entstehen. Thema unserer Aktionen im zweiten Kampagnenjahr war daher, wie Unternehmen für mehr Transparenz bei der Bezahlung sorgen können und welche Kriterien sie bei der Bezahlung anwenden können, damit sie Frauen und Männer auch beim Lohn gleichbehandeln.

Im dritten und letzten Kampagnenjahr setzen wir das Thema Frauen in Führungspositionen auf die Agenda. Im Jahr 2020 stehen folgende Fragen im Mittelpunkt unserer Aktionen: Welche Gründe gibt es dafür, dass Frauen in Führungspositionen in der Berliner Wirtschaft noch immer unterrepräsentiert sind? Was tun Unternehmen, um Frauen als Führungskräfte zu gewinnen? Welche Rolle spielt die Unternehmenskultur für den Aufstieg von Frauen und Männern an die Spitze?

Unsere Themen nochmal im Überblick:

  1. flexible Arbeitszeiten im Jahr 2018
  2. Lohngerechtigkeit im Jahr 2019
  3. Frauen in Führung im Jahr 2020

Unsere Aktionen

Für den Erfolg der Kampagne ist das direkte Gespräch mit den Unternehmen am wichtigsten. Schließlich geht es um einen Wandel der Unternehmenskultur. Wir besuchen mit der Kampagne regelmäßig Unternehmen, die unser Ziel unterstützen und sich für eine gleichstellungsorientierte Unternehmenskultur einsetzen.

In jedem Kampagnenjahr findet außerdem ein Impulstag statt, der Unternehmen miteinander ins Gespräch bringt. In unserem Netzwerk lernen sie die Erfahrungen und Strategien anderer Unternehmen kennen. Im Idealfall bringen sie den Kulturwandel im eigenen Unternehmen dann mit neuen Ideen selbst ein Stück weiter voran.

Schließlich machen wir die Kampagne mit unserer Wanderausstellung berlinweit sichtbar. In der Ausstellung unterstützen namhafte Botschafterinnen und Botschafter aus der Berliner Wirtschaft unsere Kampagne.