Gleichstellung gewinnt

Warum wir Sie fürs Mitmachen gewinnen wollen

Frauen haben ein Grundrecht auf gleichberechtigte Teilhabe am Wirtschaftsleben. Unsere Gesellschaft löst dieses Grundrecht immer noch nicht ein: Frauen verdienen weniger als Männer, sie leisten mehr unbezahlte Sorgearbeit und sie gehen seltener in Führung. Diese Fakten spiegeln nicht einfach die unterschiedlichen Wünsche von Frauen und Männern wider, sondern ungleiche Zugangschancen.

Lohnlücke zwischen Frauen und Männern noch immer bei 21%

Frauen kommen auf 8,7 Stunden weniger bezahlte Erwerbsarbeit als Männer in der Woche. Und das bedeutet nicht, dass Frauen insgesamt weniger arbeiten als Männer – nur eben länger unbezahlt, z.B. wenn sie sich um die Kinder kümmern oder den Haushalt. 

Nur 29 % der Führungskräfte sind weiblich. Und ganz oben wird die Luft für Frauen richtig dünn.

In der Geschäftsleitung der 200 umsatzstärksten Unternehmen liegt der Frauenanteil bei durchschnittlich 4%.

Unsere Quelle

Der Gender Pay Gap wird regelmäßig vom Statistischen Bundesamt erhoben und bezieht sich auf den Unterschied im durchschnittlichen Bruttostundenverdienst von Männern und Frauen; der Gender Time Gap für 2016 wurde dem IAQ-Report 08/2018 entnommen; der Anteil der Frauen in Führungspositionen wird ebenfalls vom Statistischen Bundesamt errechnet; für die 200 umsatzstärksten Unternehmen (ohne Finanzsektor) siehe das Managerinnen-Barometer des DIW Berlin.

Was Sie durch einen Kulturwandel gewinnen

Seit mehr als einem Jahr stehen wir in regem Austausch mit Berliner Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen. Immer mehr Unternehmen erkennen die Potenziale einer modernen Unternehmenskultur. Von zwei Dingen sind wir daher überzeugt:

  1. Die Unternehmenskultur kann einen großen Beitrag für die Gleichstellung von Frauen und Männern in der Wirtschaft leisten.
  2. Wenn Sie einen Kulturwandel vorantreiben, der die Gleichstellung in den Blick nimmt, können Sie neue unternehmerische Erfolge verzeichnen.

Nutzen Sie alle Potenziale! Unternehmen, die lösungsorientiert und innovativ zusammenarbeiten, finden leichter neue Strategien und bringen sie schneller auf den Weg. Und das klappt am besten mit gemischten Teams – egal, ob Mann, Frau oder divers.

Auch die Ergebnisse einer aktuellen internationalen Studie sprechen dafür, dass wir richtig liegen:

  • 92% der Führungskräfte sehen den möglichen Beitrag der Unternehmenskultur zum Unternehmenswert
  • nur 15% sehen ihre eigene Unternehmenskultur aber bereits an diesem Punkt
  • für 62% ist ein Kulturwandel die wichtigste Größe, um im digitalen Zeitalter mitzuhalten
  • der Kulturwandel muss Sache der Geschäftsleitung werden: davon sind 80% der Vorreiter des digitalen Wandels überzeugt, aber nur 10% von denen, die sich erst auf den Weg machen 

Wie Sie den Kulturwandel starten

Einen Kulturwandel für mehr Gleichstellung starten Sie, indem Sie die richtigen Fragen stellen:

  • Was macht eine Unternehmenskultur aus, die Frauen und Männern gleiche Chancen bietet?
  • Wo liegen die Stärken und Schwächen Ihrer Unternehmenskultur?
  • Wo könnten kleine Schritte große Wirkung zeigen, weil sie die Gleichstellung als Teil der Unternehmenskultur noch sichtbarer machen und fördern?

Wir bieten Ihnen auf unserer Webseite und mit unseren Impulstagen Anregungen und Tipps dazu. Wir vernetzen Sie mit anderen Unternehmen in Berlin, die sich auch für den Kulturwandel engagieren. Wenn Sie unsere Charta unterzeichnen, präsentieren Sie sich als modernes, attraktives Unternehmen – nach innen und nach außen. Mit der Unterzeichnung der Charta schließen Sie sich einem klaren Leitbild an. Dann entscheiden selbst, welche Schritte Sie zuerst gehen wollen.

Was Sie gewinnen, wenn Sie unsere Charta unterzeichnen:

  • Sie präsentieren sich als modernes, attraktives Unternehmen – nach innen und nach außen
  • Sie schließen sich einem klaren Leitbild an und entscheiden selbst, welche Schritte Sie zuerst gehen wollen

Wichtige Partner unterstützen unsere Kampagne für mehr Gleichstellung in der Berliner Wirtschaft:

Was Gleichstellungspolitik tun kann

In Deutschland prägen KMUs das Wirtschaftsgeschehen. Das ist auch in Berlin der Fall. Auf der Suche nach geeigneten Instrumenten zur Förderung der Gleichstellung muss die Einschränkung der unternehmerischen Freiheit durch starre Regelungen mitbedacht werden. Viele Regelungen machen ohnehin erst ab einer bestimmten Betriebsgröße Sinn. Außerdem hat sich in Sachen Gleichstellung inzwischen Einiges getan.

"Deshalb setzen wir auf einen Kulturwandel in der Berliner Wirtschaft.“

Ergänzende Infos: In der Geschichte der Bundesrepublik war die zunehmende Gleichstellung von Frauen und Männern ohne grundlegende gesetzliche Weichenstellungen nicht möglich. Zur Illustration hier noch einige Meilensteile der Entwicklung in Deutschland – selbstverständlich ohne Anspruch auf Vollständigkeit

1918

Einführung des Frauenwahlrechts

1949

Verankerung der Gleichberechtigung im Grundgesetz

1958

Gleichberechtigungsgesetz

1977

Reform des Ehe- und Familienrechts, damit auch Abkehr vom Leitbild der „Hausfrauenehe“ in der BRD

1986

Einführung des Erziehungsgeldes und Erziehungsurlaubs

2013

Rechtsanspruch auf Kita-Platz eingeführt